Grabmahl Ellenburg 1982 vor dem Einsturz
   

Grabmahl Ellenburg nach dem Einsturz 2010
 
 

 
 
 
  Grabmale Rosa und Wilhelm Goldman

 
   
  Grabmale Rosa und Wilhelm Goldman  
     
   
  Grabmal Zweig  
   
  Grabmal Zweig  
     
 

AKTUELLES

Spendenaufruf zum Wiederaufbau der Grabanlage Ellenburg

Ein trauriger Trümmerhaufen des Zerfalls ist heute in der Erbbegräbnisreihe an der nordwestlichen Einfriedungsmauer das Erbbegräbnis Nr. 17: über- und untereinander liegen Grabplatten, Säulen und sonstige Bauteile auf der Grabstätte, seit dem Einsturz der Grabwand vor sieben Jahren. Das einst repräsentative Erbbegräbnis der Gebrüder Ellenburg wurde 1881 - kurz nach Eröffnung des Friedhofs in Weißensee - erbaut.

Beigesetzt sind hier:

  • der Kaufmann Emil Ellenburg (gest. am 04.08.1881), Inhaber der Firma „N. Ellenburg Wäschefabrik und      Lager leinener Waaren“,
  • der Kaufmann Michaelis Ellenburg (09.08.1825 – 19.08.1895),
  • der Kaufmann Richard Ellenburg (24.08.1845 – 01.01.1898), Inhaber der Firma „M. Ellenburg     Wäschefabrik, Leinen- und Baumwollwaren Lager“

Für den mit ca. 30.000 EUR veranschlagten Wiederaufbau der Grabanlage Ellenburg suchen wir Sponsoren, die sich mit uns für den Erhalt der Grabstätten auf dem Jüdischen Friedhof Weißensee einsetzen.

Helfen Sie der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, helfen Sie dem Förderverein,
das Grabmal der Gebrüder Ellenburg wieder aufzubauen.

Spendenkonto: 1215800, BLZ 100 205 00, Bank für Sozialwirtschaft

Restaurierung von Grabmalen 2009

Mit Spendenmittel, die der Förderverein Jüdischer Friedhof Berlin-Weißensee erhalten hat, und einer Zuwendung des Landesdenkmalamtes Berlin konnten im Jahr 2009 zwei Restaurierungsvorhaben durch den Förderverein ausgeführt werden:

Restaurierung Grabmale Rosa und Wilhelm Goldmann

Im Inneren des Feldes U 1 stehen zwei schlichte Stelen aus Muschelkalk dicht nebeneinander. Die rechte Stele ist im oberen Drittel mit einer Bronzeapplikation in Form von Kanne und Schüssel als Zeichen der Herkunft für die Leviten und die linke Stele im oberen Drittel mit einer Krone als Zeichen des guten Namens geschmückt. Bei beiden Stelen sind die Inschriften auf der Vorderseite aus aufgesetzten Bronzelettern gefertigt. Beigesetzt sind hier die Eltern des Regisseurs und Intendanten Max Reinhardt (1873 – 1943), der Kaufmann Wilhelm Goldmann (1846 – 1911) und seine Ehefrau Rosa Goldmann, geb. Wengraf (1851 – 1924).

Beide Grabmale sind stark mit Efeu bewachsen und weisen Fundamentsackungen auf. Die auf der Vorderseite aufgesetzten Bronzelettern sind bis auf wenige Relikte verloren gegangen, so dass die Inschriften nicht mehr lesbar sind.

Die denkmalpflegerischen Maßnahmen umfassen jeweils das vorsichtige Entfernen des Efeus ohne Schädigung der Gesteinsoberfläche, Abbau der Grabsteine und Sanierung des Fundaments, Reinigen der Grabsteine und der Bronzeapplikationen, Wiederversetzen beider Grabmale. Die fehlenden Bronzelettern der Inschriften können bislang nicht rekonstruiert werden, da Unterlagen (Fotos etc.) über die Grabinschriften nicht vorhanden sind.



Restaurierung Grabmal Zweig

In der Reihe 35 hinter den Erbbegräbnissen am Südostrand des Feldes Q 4 befindet sich die aus Granit gearbeitete Stele mit der vertieft gearbeiteten Inschrift auf der Vorderseite. Beigesetzt sind hier Regina Zweig, geb. Abraham (1865 – 1924) und Carl Zweig (1850 – 1929), die Eltern von Beatrice Zweig (1892 – 1971). Diese war seit 1916 mit dem Dichter Arnold Zweig (1887 – 1968) verheiratet. Arnold Zweig ist auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof an der Chausseestraße beigesetzt. Auf Wunsch Arnold Zweigs erinnert auf der Grabstelle seiner Schwiegereltern in Weißensee ein Gedenkstein an den Dichter und seine Ehefrau sowie zwei weitere Verwandte. Die farblichen Auslegungen der Inschriften des Grabsteins und des Gedenksteins waren stark abgewittert. Die denkmalpflegerischen Maßnahmen umfassten jeweils die farbliche Neufassung der Inschriften des Grab- und Gedenksteins.